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Im 11. Jahrhundert entstanden vor allem religiös belehrende und ermahnende Texte in früh[[mittelhochdeutsch]]en [[Reimpaarvers]]en. Diese erste Phase der Dichtung von Geistlichen war dadurch bestimmt, dass die Religion Einfluss auf den [[Laienadel]] nehmen wollte. Die Textsorten waren heilsgeschichtliche Darstellungen, zum Beispiel das ''[[Ezzolied]]'' (um 1065), [[Legende]]ndichtung, wie das ''[[Annolied]]'' (um 1077), alt- und neutestamentliche [[Bibelepik]] (Genesis, Exodus, Leben Jesu), dogmatische Darlegungen, [[eschatologische Dichtung]]en und [[Mariendichtung]].
 
== HohesAbad MittelalterPertengahan Tinggi (etwakira-kira 1100–1250) ==
Um die Mitte des 12. Jahrhunderts wurde die Literatur vielfältiger: Man griff Themen auf, die zuvor der Schrift für unwürdig befunden wurden. Außerdem gab es mehr unterschiedliche Formen, wie höfische Lyrik, unterhaltende Erzählungen. Geistliche Dichter interessierten sich neu für einzelne Personen und ihre Lebensgeschichte, dies führte zu Legendendichtungen wie [[Alber von Windberg|Albers]] ''Tundalus'' und [[Heinrich von Veldeke|Veldekes]] ''Servatius''.
 
In den Jahrzehnten nach 1150 brach eine „Blütezeit“ der deutschsprachigen Literatur an. An einzelnen Höfen des Feudaladels verbreitete sich eine kultivierte literarische Praxis nach romanischsprachigem Vorbild: die sogenannte [[Höfische Literatur]]. In der Lyrik entwickelte sich der [[Minnesang]] (hohe Minne) und die [[Sangspruch]]dichtung, mit ihren wichtigsten Vertretern [[Heinrich von Morungen]], [[Reinmar von Hagenau|Reinmar der Alte]] und [[Walther von der Vogelweide]]. Für die höfische Epik galt schon den Zeitgenossen als Gründungsakt der [[Eneasroman]] des [[Heinrich von Veldeke]], der vom Niederrhein an den Landgrafenhof in Thüringen kam und sein Werk dort gegen 1185 fertigstellte. Danach entstanden nach französischsprachigen Vorlagen ([[Chrétien de Troyes]]) zahlreiche höfische Epen in [[mittelhochdeutsch]]er Sprache. Die bekanntesten sind hier ''[[Erec]]'' und ''[[Iwein]]'' ([[Hartmann von Aue]]), ''[[Tristan und Isold]]'' ([[Gottfried von Straßburg]]), ''[[Parzival]]'' ([[Wolfram von Eschenbach]]). Abseits von dieser „modernen“ Erzählkultur bleibt das anonym überlieferte [[Heldenepos]] ''[[Nibelungenlied]]''.
 
== SpätesAbad MittelalterPertengahan Akhir (etwakira-kira 1250–1500) ==
Als revolutionär erwies sich am Ausgang des Mittelalters der [[Buchdruck]] mit beweglichen Lettern. Schließlich konnte [[Pergament]] als Beschreibstoff durch billiges [[Papier]] ersetzt werden. Am Übergang zur Neuzeit steht [[Johannes von Tepl]]s „[[Der Ackermann aus Böhmen]]“.
 
== FrüheAbad NeuzeitBaru Awal (HumanismusHumanisme unddan ReformationReformasi) (etwakira-kira 1450–1600) ==
Aus Italien kommend verbreitete sich der [[Humanismus]], die Geisteshaltung der [[Renaissance]], in Deutschland. Man wandte sich antikem Gedankengut zu. Bekannte Vertreter waren der in Basel tätige [[Erasmus von Rotterdam]] und [[Johannes Reuchlin]], allerdings schrieben sie ihre Werke meist lateinisch und hatten außerhalb der Gelehrtenwelt wenig Einfluss. Anders [[Ulrich von Hutten]] (1488–1523) mit seinen rebellischen Gedichten oder [[Sebastian Brant]] (1458–1521), der sein erfolgreiches „[[Das Narrenschiff (Brant)|Narrenschiff]]“ auf Deutsch verfasste.
 
Ein häufiges Genre der Zeit war das [[Volksbuch]]. Es entstand anonym und war, weil es beliebte Themen aufgriff, weit verbreitet. Beispiele sind die „[[Johann Georg Faust|Historia von D. Johann Fausten]]“ und die Geschichten um [[Till Eulenspiegel]].
 
== Barock (etwakira-kira 1600–1720) ==
 
Im Barock vollzog sich eine stärkere Hinwendung der Literatur zur deutschen Sprache. Politisch war die Epoche von der konfessionellen Spaltung und dem [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] (1618–1648) geprägt. Die Spannweite der [[Barockliteratur]] ist sehr weit: von [[Höfische Dichtung|höfischer Dichtung]] zu volksnahen Romanen, von der Nachahmung antiker Vorbilder zur persönlichen Erlebnislyrik, von Lebensbejahung zum [[Vanitas]]-Motiv. Eine [[Gelegenheitsdichtung]] entsteht.
Barockromane sind der [[Schäferroman]], der [[Staatsroman]], der [[Höfisch galanter Roman|höfisch galante Roman]] und am einflussreichsten: der aus dem Spanischen stammende Pikaro- oder [[Schelmenroman]]. Insbesondere ragt hier [[Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen]] (um 1625–1676) mit seinem „[[Der abenteuerliche Simplicissimus|Simplicissimus]]“ und weiteren „Simplicianischen Schriften“ hervor. Simplicissimus’ Abenteuer während des Dreißigjährigen Krieges sind der bedeutendste außerspanische Schelmenroman. Als wichtigster Vertreter des Staatsromans gilt der [[Sigmund von Birken|Birken]]-Schüler [[Anton Ulrich (Braunschweig-Wolfenbüttel)|Anton Ulrich von Braunschweig und Lüneburg-Wolfenbüttel]].
 
== AufklärungAbad Pencerahan (etwakira-kira 1720–1780) ==
 
Bereits im Jahr 1687 hielt [[Christian Thomasius]], der „Vater der deutschen [[Aufklärung]]“, seine Vorlesungen in Deutsch statt Latein. Bekannte Philosophen dieser Zeit, der Frühaufklärung, waren [[Christian Wolff (Philosoph)|Christian Wolff]] und [[Gottfried Wilhelm Leibniz]]. Der wichtigste literarische Autor der Frühaufklärung war sicher [[Christian Fürchtegott Gellert]] (1715–1769) mit seinen Fabeln. Die bedeutendste Figur im literarischen Leben aber war [[Johann Christoph Gottsched]] (1700–1766). Wegweisend waren seine theoretischen Schriften, vor allem der „[[Versuch einer critischen Dichtkunst]]“ (1730), sein literarisches Werk ist dagegen zweitrangig. In der „Dichtkunst“, einer normativen Poetik, orientierte er sich am klassischen französischen Drama und behielt die [[Ständeklausel]] bei, also die Regel, im Drama nur Schicksale adliger Personen darzustellen und das Bürgertum nur in der Komödie zu thematisieren. Dagegen polemisierten die Schweizer [[Johann Jakob Bodmer]] und [[Johann Jakob Breitinger (Philologe)|Johann Jakob Breitinger]], die das rationale Moment überbewertet sahen.
Die deutsche Spätaufklärung ist undenkbar ohne [[Gotthold Ephraim Lessing]] (1729–1781). Sein Wirken umfasst wichtige theoretische Werke („[[Laokoon (Lessing)|Laokoon]]“ 1766), Literaturkritik (mit [[Friedrich Nicolai]] und [[Moses Mendelssohn]]) und eine Reihe von bedeutenden Dramen. Am stärksten von aufklärerischem Geist durchdrungen ist „[[Nathan der Weise]]“ (1779), in dem exemplarisch gezeigt werden soll, dass der Wert eines Menschen nicht unbedingt an Religionszugehörigkeit oder Nationalität gebunden ist.
 
== SturmPasca undAbad DrangPertengahan (etwakira-kira 1767–1785) ==
Die jugendliche Reaktion auf die Aufklärung, die als einengend und gefühlskalt empfunden wurde, war die kurze Periode des „[[Sturm und Drang]]“. Die meist jungen Männer, die gegen jede Form von Tyrannei waren, wollten auch in künstlerischen Dingen keine Bevormundung. Ein „Genie“, so die Idee, muss sich nicht an Regeln halten. Sie schrieben über die Probleme, die sie beschäftigten, und gaben dem Hier-und-Jetzt den Vorzug vor der Antike.
 
Der „Sturm und Drang“ dauerte aber nicht lange, die meisten Protagonisten entwickelten sich weiter. Schiller und Goethe begründeten die deutsche Klassik, Lenz hingegen legte mit seinen Werken – zu denen das zeitgenössische Publikum oft keinen Zugang finden konnte – den Grundstein für realistische und moderne Formen der Literatur und übte damit einen entscheidenden Einfluss auf spätere Künstler wie [[Georg Büchner]], [[Gerhart Hauptmann]] oder [[Bertolt Brecht]] aus.
 
== WeimarerMasa Klassik Weimar (etwakira-kira 1772–1805) ==
[[Bild:Christoph Martin Wieland by Jagemann 1805.jpg|thumb|Wieland um 1805]]
 
Nicht im engeren Sinn zur Klassik gehören [[Jean Paul]] (1763–1825), der vor allem satirische Romane schrieb, und [[Heinrich von Kleist]] (1777–1811), dessen Thema häufig das Individuum ist, das sich an gesellschaftlichen Zwängen abmüht oder an ihnen zerbricht, zum Beispiel in der Novelle „[[Michael Kohlhaas]]“.
 
== Masa Romantik (etwakira-kira 1799–1835) ==
 
Die Epoche der Romantik wird meist in ''Frühromantik'', ''Hochromantik'', ''Spätromantik'' und ''Nachromantik'' unterteilt; im Einzelnen ist es jedoch nicht ganz einfach, zeitliche und personelle Abgrenzungen vorzunehmen.
Autoren, die zum Vormärz gerechnet werden, engagierten sich politisch und brachten das politische Gedicht zu einer Blüte. Viele von ihnen waren in der lockeren Gruppierung [[Junges Deutschland (Literatur)|Junges Deutschland]], so etwa [[Georg Herwegh]] (1817–1875), [[Heinrich Laube]] (1806–1884), [[Karl Gutzkow]] (1811–1878) und [[Ferdinand Freiligrath]] (1810–1876). Von ähnlichem Geist waren auch [[Heinrich Heine]] („Die Harzreise“, „[[Deutschland. Ein Wintermärchen]]“), [[Ludwig Börne]] (1786–1837) und der jung verstorbene [[Georg Büchner]] (1813–1837) („[[Woyzeck]]“).
 
== PoetischerRealisme RealismusPuisi (1848–1890) ==
[[File:Kurzbio fontane05.jpg|thumb|Theodor Fontane]]
 
In Österreich finden sich dörfliche Motive bei [[Marie von Ebner-Eschenbach]] (1830–1916), [[Ludwig Anzengruber]] (1839–1889) und, schon nach Ausklingen der Epoche, [[Peter Rosegger]] (1843–1918).
 
== NaturalismusNaturalisme (1880–1900) ==
[[File:G Hauptmann.jpg|thumb|left|Gerhart Hauptmann]]
 
Anders als in der [[Russische Literatur|russischen]] oder [[Französische Literatur|französischen Literatur]] gibt es im deutschen Sprachraum keine bedeutenden naturalistischen Romane. [[Arno Holz]] (1863–1929) schuf gemeinsam mit [[Johannes Schlaf]] (1862–1941) Lyrik und Kurzprosa („[[Papa Hamlet]]“). Bekannt ist Holz' Gleichung „Kunst = Natur - x“, wobei x nach Möglichkeit gegen Null streben, die Kunst also nichts weiter als Abbildung der Wirklichkeit sein sollte. Bedeutender ist der Beitrag von [[Gerhart Hauptmann]] (1862–1946), der mit Dramen wie den „[[Die Weber|Webern]]“ internationale Anerkennung fand. Am Rande des Naturalismus ist [[Frank Wedekind]] (1864–1918) zu sehen. Sein Drama „[[Frühlings Erwachen]]“ weist mit seiner pubertär-erotischen Thematik bereits in Richtung [[Fin de siècle]].
 
== VonDari der1900 Jahrhundertwende bissampai 1933 ==
 
Mit Naturalismus und Symbolismus beginnt das, was man oft als die Klassische [[Moderne]] bezeichnet. Diese Zeit ist geprägt von einem Stilpluralismus, dem Nebeneinander verschiedener Strömungen. Die meisten Autoren lassen sich in mindestens eine dieser Stilrichtungen einordnen.
 
=== SymbolismusSimbolisme ===
In der Klassischen Moderne erlangte der Begriff der „Avantgarde“ eine besondere Wichtigkeit. Den Beginn nahm diese Epoche im Ausgang des [[19. Jahrhundert]]s mit dem französischen [[Symbolismus (Literatur)|Symbolismus]], mit Dichtern wie [[Stéphane Mallarmé]], [[Charles Baudelaire]] und [[Arthur Rimbaud]]. Die wichtigsten Vertreter des deutschen Symbolismus sind [[Stefan George]] (1868–1933), [[Hugo von Hofmannsthal]] (1874–1929) und [[Rainer Maria Rilke]] (1875–1926). Der Symbolismus verfolgt ein gänzlich anderes Programm als der oben beschriebene, ungefähr zeitgleiche Naturalismus. Symbolistische Lyrik ist elitär und legt höchsten Wert auf Schönheit und Form. Eine ihr verwandte Richtung in der Kunst ist der [[Jugendstil]], der Zeitraum wird als [[Fin de siècle]] bezeichnet.
 
Zentren der deutschen Literatur waren Berlin und Wien, entsprechend wird auch oft von „Berliner Moderne“ und „[[Wiener Moderne]]“ gesprochen. Diese erlitten einen jähen Abbruch mit dem Ausbrechen des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]].
 
=== ModerneEpos EpikModern ===
 
Parallel zu diesen programmatisch gegen die Tradition gerichteten Strömungen entstanden Prosawerke, die die alten Formen aufgriffen und weiterentwickelten; zu nennen sind [[Rainer Maria Rilke]] mit seinem Roman ''[[Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge]]'' (1910), [[Heinrich Mann]] (1871–1950) (der in dem Frühwerk als ein Wegbereiter des Expressionismus gelten darf), [[Thomas Mann]] (1875–1955) (mit artifiziellen Großromanen und Motive durchspielenden Erzählungen), [[Hermann Broch]] (1886–1951), [[Robert Musil]] (1880–1942), [[Franz Kafka]] (1883–1924) und [[Hermann Hesse]] (1877–1962).
 
=== Seni Tanah Air (Heimatkunst) ===
Die Heimatkunst war eine literarische Strömung im deutschsprachigen Raum von etwa 1890 bis 1910. Sie entstand in unmittelbarem Anschluss an den Naturalismus. Der Hauptpropagandist der neuen Bewegung wurde der Schriftsteller und [[Literaturhistoriker]] [[Adolf Bartels]], der 1898 in einem Artikel in der Zeitschrift ''[[Der Kunstwart]]'' erstmals den Begriff [[Heimatkunst]] verwendete. Gemeinsam mit [[Friedrich Lienhard]] verbreitete er die neuen Anschauungen in der kurzlebigen, in Berlin erscheinenden Zeitschrift ''[[Heimat (Zeitschrift)|Heimat]]''.
 
Mit ihrer konservativen, antimodernistischen Grundhaltung war sie eine Vorläuferin der nationalsozialistischen [[Blut-und-Boden-Ideologie|Blut-und-Boden-Dichtung]].
 
=== ExpressionismusEkspressionisme (etwakira-kira 1910–1920) unddan Avantgarde ===
Der [[Expressionismus]] gilt als die letzte große Literaturströmung Deutschlands. Wie schon der Symbolismus ist sie eine [[Avantgarde|avantgardistische Literaturströmung]]. Die Avantgarde ist neuartigkeits- und theoriebetonte Literatur, sie tritt mit antibürgerlichem Gestus auf. Dieser erreichte einen Höhepunkt im [[Dadaismus]], der das bildungsbürgerliche Publikum mit Nonsense-Literatur brüskierte. Einflüsse kommen auch vom [[Surrealismus]] und [[Futurismus]]. Diese Richtungen erfuhren in Deutschland durch den [[Nationalsozialismus]], europaweit durch den Zweiten Weltkrieg, eine [[Zäsur]], in gewissem Sinne sogar ihren außerliterarisch bedingten Abbruch.
 
Nach dem Expressionismus setzte vermehrt eine nüchtern-realistische Haltung ein, die zusammenfassend als [[Neue Sachlichkeit (Literatur)|Neue Sachlichkeit]] bekannt wurde. ''Aktualität, Realismus und Unparteilichkeit waren die Hauptforderungen an die neusachliche Literatur.''<ref>Bengt Algot Sørensen: Geschichte der deutschen Literatur 2. Vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart. 2002, S.220.</ref> Im Bereich der Dramatik sind hier [[Ödön von Horvath]], [[Bertolt Brecht]] und der Regisseur [[Erwin Piscator]] zu nennen, für die Epik unter anderem [[Erich Kästner]], [[Anna Seghers]], [[Erich Maria Remarque]] und [[Arnold Zweig]], ebenso wie [[Marieluise Fleißer]], [[Irmgard Keun]] oder [[Gabriele Tergit]]. Der Gebrauchswert der Lyrik wurde stark betont, wodurch traditionelle Formen wie das Sonett wieder an Popularität gewinnen konnten.<ref>Barbara Baumann und Birgitta Oberle: Deutsche Literatur in Epochen. 1985, S.205.</ref> [[Erich Kästner]], [[Joachim Ringelnatz]], [[Kurt Tucholsky]] und [[Mascha Kaléko]] erlangten mit ihren Gedichten eine große Bekanntheit.
 
== Nationalsozialisme dan Sastra di Perantauan ==
== Nationalsozialismus und Exilliteratur ==
Am [[30. Januar]] 1933 wurde den Nationalsozialisten die [[Machtergreifung|Macht]] über das Deutsche Reich übergeben. Noch im selben Jahr fanden im Reich öffentliche [[Bücherverbrennung 1933 in Deutschland|Bücherverbrennungen]] statt. Unabhängige Literatur und Literaturkritik war nicht mehr möglich. Für die deutsche Republik Österreich traf dies erst mit dem Anschluss in 1938 zu, auch hier wurden Bücher verbrannt. Vom Regime wurde [[Blut-und-Boden-Ideologie|Blut-und-Boden-Dichtung]] gefördert, daneben bestand auch mehr oder weniger ideologiefreie [[Unterhaltungsliteratur]]. Bekannten Regimegegnern drohte der Tod, wenn sie nicht ins Exil gingen, so wurde [[Jakob van Hoddis]] und wohl auch [[Carl von Ossietzky]] umgebracht. Einige Schriftsteller blieben im Land (z.&nbsp;B. G. Benn), obwohl sie in Opposition zum Nationalsozialismus standen, sie werden zur so genannten [[Innere Emigration|Inneren Emigration]] gerechnet. Sie waren zum Schweigen verurteilt, schrieben für die Schublade oder über unpolitische Themen, die Abgrenzung zu tatsächlich unpolitischen Autoren fällt aber manchmal schwer. Bekannte Namen von im Reich Gebliebenen sind [[Gottfried Benn]], [[Ernst Jünger]], [[Erich Kästner]], [[Ehm Welk]], [[Gerhart Hauptmann]], [[Heimito von Doderer]], [[Wolfgang Koeppen]], [[Josef Weinheber]], [[Mirko Jelusich]], [[Franz Koch (Germanist)|Franz Koch]] und [[Robert Hohlbaum]]. Des Weiteren folgende Mitglieder der Dichterakademie: [[Will Vesper]], [[Börries Freiherr von Münchhausen]], [[Hans Grimm]], [[Erwin Guido Kolbenheyer]], [[Wilhelm Schäfer (Schriftsteller)|Wilhelm Schäfer]], [[Werner Beumelburg]], [[Hans Friedrich Blunck]], [[Agnes Miegel]], [[Hanns Johst]], [[Emil Strauß]], sowie [[Rudolf G. Binding]].
 
1500 namentlich bekannte Autoren gingen, oft über verschlungene Stationen, ins Exil, viele nahmen sich das Leben ([[Stefan Zweig]], [[Kurt Tucholsky]]). Zentren deutscher [[Exilliteratur]] entstanden in vielen Staaten der Welt, darunter auch in der deutschsprachigen Schweiz, die besonders für Theaterautoren wichtig war. Angesichts der Masse an Schriftstellern, beinahe jeder von Rang ging ins Exil, kann man kaum von einer thematisch oder stilistisch einheitlichen Exilliteratur sprechen. Autoren, die auch im Exil produktiv blieben, waren unter anderem [[Thomas Mann|Thomas]] und [[Heinrich Mann]], [[Bertolt Brecht]], [[Anna Seghers]], [[Franz Werfel]] und [[Hermann Broch]]. Andere, wie [[Alfred Döblin]], [[Heinrich Eduard Jacob]] oder [[Joseph Roth]], fanden sich nur schwer oder gar nicht zurecht. Nach dem Krieg blieben sie zum Teil im Ausland, einige kehrten zurück. Nachdem [[Elias Canetti]] infolge des österreichischen [[Anschluss Österreichs|Anschlusses]] von Wien nach London ausgewandert war, bekam er den [[Literaturnobelpreis]] als britischer Staatsbürger. Auffällig ist, dass viele nicht mehr an ihre Leistungen in der Zwischenkriegszeit und im Exil anschließen konnten.
 
== LiteraturSastra nachsetelah tahun 1945 ==
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sprach man von einem literarischen Nullpunkt. Die „[[Trümmerliteratur]]“ beschrieb eine zusammengebrochene Welt, bald besann man sich aber darauf, versäumte Entwicklungen der Weltliteratur nachzuholen, erst jetzt, über zwanzig Jahre nach seinem Tode, wurde [[Franz Kafka]] entdeckt. In Westdeutschland formierte sich die [[Gruppe 47]], deren lose assoziierten Mitglieder tonangebend in der Nachkriegsliteratur waren. Die [[Wiener Gruppe]] praktizierte innovative Formen der Lyrik.
 
Mit dem Entstehen neuer deutscher Staaten entstanden unterschiedliche Bedingungen für die Literatur. Im Folgenden werden die deutsche Literatur der BRD, der DDR, Österreichs und der Schweiz getrennt dargestellt, die Unterschiede sollten aber nicht überbewertet werden: Immerhin handelt es sich um eine gemeinsame Sprache und, mit Ausnahme der DDR, um einen gemeinsamen Markt.
 
=== Jerman Barat (Bundesrepublik Deutschland/BRD) ===
Unmittelbar nach 1945 wurden der Schrecken des Krieges und die Situation der Heimgekehrten dargestellt. Eine neu entdeckte Form dafür war die Kurzgeschichte, etwa von [[Heinrich Böll]]. Nach dem Einsetzen des deutschen [[Wirtschaftswunder]]s, konzentrierte man sich auf die Gegenwart, so in den Romanen von [[Wolfgang Koeppen]], [[Siegfried Lenz]], [[Christine Brückner]] und [[Martin Walser]]. Ein wichtiger Lyriker der Zeit war [[Günter Eich]], der auch [[Hörspiel]]e schrieb, ein damals sehr populäres Genre. 1952 bis 1956 erschien [[Werner Riegel]]s und [[Peter Rühmkorf]]s Zeitschrift ''[[Zwischen den Kriegen]]'', und der dort debütierende Rühmkorf wurde zu einem einprägsamen lyrischen Autor für zwei Generationen. [[Konkrete Poesie]] stammte u.&nbsp;a. von [[Eugen Gomringer]] und [[Helmut Heißenbüttel]]. [[Günter Grass]], [[Nobelpreis für Literatur|Literaturnobelpreisträger]] des Jahres 1999, schrieb ''[[Die Blechtrommel]]'', einen [[Schelmenroman]], der die jüngere deutsche Geschichte behandelte und auch international hohes Ansehen errang.
 
''Siehe auch:'' [[P.E.N.-Zentrum Deutschland]]
 
=== Jerman Timur (Deutsche Demokratische Republik/DDR) ===
 
Die DDR definierte sich selber als „Literaturgesellschaft“ (der Begriff stammt von [[Johannes R. Becher]]), sie kämpfte gegen die „Poesiefeindlichkeit“ des Westens und gegen die Ghettoisierung einer Hochkultur. Eine Demokratisierung sollte auf Ebene der Produktion, der Distribution und der Rezeption durchgeführt werden. Allerdings wurde durch die Zensur der Begriff der Demokratisierung ad absurdum geführt, da der Staat versuchte, die Literatur zu instrumentalisieren und für seine Zwecke, d.h., für die des Realsozialismus, zu verwenden.
Gefördert wurde eine Literatur auf der Grundlage des [[Sozialistischer Realismus|Sozialistischen Realismus]], ein darauf aufbauender Plan wurde als „[[Bitterfelder Weg]]“ bekannt. In den [[1970er]] Jahren lässt sich wie in der BRD eine Tendenz zur „Neuen Subjektivität“ feststellen. Viele Autoren mussten oder durften die DDR verlassen, so [[Wolf Biermann]], [[Jurek Becker]], [[Reiner Kunze]], [[Günter Kunert]], [[Sarah Kirsch]] und schon früher [[Peter Huchel]] und [[Uwe Johnson]]. Von den systemnahen Autoren sind vor allem [[Hermann Kant]] und [[Stephan Hermlin]] zu erwähnen, mehr oder weniger große Distanz zum Staat hielten [[Volker Braun]], [[Christa Wolf]], [[Heiner Müller]], [[Irmtraud Morgner]] und [[Stefan Heym]] oder [[Wolfgang Hilbig]].
 
=== ÖsterreichAustria ===
[[File:Literaturnobelpreis.png|thumb|1902 [[Theodor Mommsen]] (DE)<br />1908 [[Rudolf Eucken]] (DE)<br />1910 [[Paul Heyse]] (DE)<br />1912 [[Gerhart Hauptmann]] (DE)<br />1919 [[Carl Spitteler]] (CH)<br />1929 [[Thomas Mann]] (DE)<br />1946 [[Hermann Hesse]] (CH/DE)<br />1966 [[Nelly Sachs]] (DE)<br />1972 [[Heinrich Böll]] (DE)<br />1981 [[Elias Canetti]] (UK)<br />1999 [[Günter Grass]] (DE)<br />2004 [[Elfriede Jelinek]] (AT)<br />2009 [[Herta Müller]] (DE)]]
 
Eine Blüte erlebte die Literatur in Österreich in den 60er und 70er Jahren, als mit Autoren wie [[Peter Handke]], [[Ingeborg Bachmann]] und [[Thomas Bernhard]] die deutsche Literaturlandschaft nachhaltig verändert wurde. In dieser Tradition arbeiten auch bedeutende zeitgenössische Autoren wie beispielsweise [[Ruth Aspöck]], [[Sabine Gruber]], [[Norbert Gstrein]], [[Elfriede Jelinek]], [[Christoph Ransmayr]], [[Werner Schwab]] und [[O. P. Zier]].
 
=== SchweizSwiss ===
 
Anders als in Deutschland oder Österreich gab es mit 1945 keinen grundlegenden Einschnitt in der deutschen Literatur der Schweiz. Die wichtigsten [[Deutschschweiz]]er Autoren sind [[Friedrich Dürrenmatt]] und [[Max Frisch]]. Beide schrieben Romane und Dramen, Frisch eher intellektuell, Dürrenmatt eher pointiert-grotesk. Weitere bekannte Schweizer Autoren, die oft im Schatten der beiden großen standen, sind etwa [[Peter Bichsel]], [[Hugo Loetscher]], [[Adolf Muschg]] oder [[Urs Widmer]]. Die wichtigste literarische Vereinigung der Schweiz war die bis 2002 bestehende [[Gruppe Olten]].
 
== Sastra-sastra Jerman di luar daerah berbahasa Jerman ==
== Deutschsprachige Auslandsliteraturen ==
In vielen Ländern mit deutschen [[Deutschsprachige Minderheiten|Minderheiten]] sind eigene deutschsprachige Literaturen entstanden, die mehr oder weniger mit der deutschen Literatur des Binnensprachraums in Verbindung stehen, teilweise aber auch isoliert sind. Solche [[Deutschsprachige Auslandsliteraturen|deutschsprachigen Auslandsliteraturen]] haben sich in Nordamerika (Deutschamerikanische und Deutschkanadische Literatur) entwickelt, des Weiteren in mehreren Staaten Südamerikas (Deutschbrasilianische, Deutschargentinische und Deutschchilenische Literatur). In Afrika gibt es durch die [[Deutsche Kolonien und Schutzgebiete|deutsche Kolonialvergangenheit]] und die Einwanderung deutscher Siedler im 19. und frühen 20. Jahrhundert deutschsprachige Literaturen in [[Namibia]] und [[Südafrika]]. In Europa bestehen deutschsprachige Minderheitenliteraturen unter anderem in Italien ([[Südtirol]]), Frankreich ([[Elsass]]), Belgien ([[Eupen-Malmedy]]), Dänemark ([[Nordschleswig]]), Russland ([[Wolgadeutsche]], [[Russlanddeutsche]]) und Rumänien ([[Rumäniendeutsche Literatur]]) sowie im [[Baltikum]] die Deutschbaltische Literatur. Kennzeichen auslandsdeutscher Literatur, vor allem in Übersee, ist die Publikation literarischer Texte in [[Kalender]]n und [[Jahrbuch|Jahrbüchern]]. Eine wichtige Rolle bei der Verbreitung dieser Literaturen spielt auch die vor Ort erscheinende auslandsdeutsche Presse.
 
=== RumäniendeutscheSastra LiteraturJerman-Rumania ===
Der meistgelesene zeitgenössische rumäniendeutsche Autor, der in Rumänien wirkt, ist [[Eginald Schlattner]]. Mittlerweile in Deutschland schreibt die [[Banat]]er Autorin [[Herta Müller]].
 
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